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Kaan-Marienborn konzentriert sich aufs Zentrum

6.7.2022

Ein aufwändiger Umbau der Kirche in Kaan-Marienborn ist zurzeit in Planung.
Ein aufwändiger Umbau der Kirche in Kaan-Marienborn ist zurzeit in Planung.

Es ist ein kleines Zentrum, das rund um die evangelische Kirche in Kaan-Marienborn entstanden ist: Direkt neben der Kirche in der Augärtenstraße liegt nicht nur das evangelische Gemeindehaus, sondern auch der Neubau, in den das Evangelische Familienzentrum Kunterbunt im Jahr 2015 eingezogen ist. Gegenüber befindet sich zudem die Freie Christliche Schule Siegen, mit der die Kirchengemeinde eine gute Nachbarschaft pflegt. Künftig will die Evangelische Kirchengemeinde Kaan-Marienborn ihre Arbeit stärker auf dieses evangelische Zentrum konzentrieren – und trennt sich in diesem Zuge nun von drei dezentralen Gottesdienststätten. Die Kapelle Volnsberg und das Gemeindehaus Bürbach wurden bereits entwidmet, am Samstag, 9. Juli, folgt die Entwidmung der Kapelle in Breitenbach als Gottesdienststätte. Der letzte Gottesdienst in der Kapelle, Breitenbacher Str. 373 in Siegen, mit Pfarrer Gerhard Utsch beginnt um 15 Uhr.

Die kleine Kapelle in Breitenbach wurde 1770 als Kapellenschule erbaut und wird seit 1968 von der Kirchengemeinde Kaan-Marienborn genutzt.
Die kleine Kapelle in Breitenbach wurde 1770 als Kapellenschule erbaut und wird seit 1968 von der Kirchengemeinde Kaan-Marienborn genutzt.

Alle drei Gebäude hätten eine Geschichte, sagt Utsch. „Und alle Gebäude haben viele Menschen kommen und gehen sehen.“ In Bürbach begann diese Geschichte im Jahr 1981, in Breitenbach reicht sie bis 1770 zurück, im Fall der ehemaligen Kapellenschule in Volnsberg sogar bis 1740. Gottesdienste fanden in allen drei Gebäuden zuletzt nur noch selten oder gar nicht mehr statt – eine Entwicklung, die durch die Corona-Pandemie verstärkt wurde. Der Abschied von den Gottesdienststätten sei dennoch mit Wehmut verbunden, betont Utsch. Gerade für die Menschen, die besondere Erinnerungen mit den Gebäuden verbinden oder dort etwa Küster- und Organistendienste übernommen haben. Ein Trost für die Gemeinde ist, dass die Bauten in Zukunft von lokalen Akteuren mit neuem Leben gefüllt werden sollen. Konkrete Pläne gibt es bereits in Bürbach und Volnsberg: Die Interessengemeinschaft Volnsberg hat bereits die Verantwortung für die dortige Kapelle übernommen und bietet darin ein vielfältiges kulturelles Programm an. In Bürbach hat die Schlüsselübergabe an die „Dorfgemeinschaft Bürbach“ stattgefunden, die das Gemeindehaus als Stadtteilzentrum etablieren will.

Lebendiges Zentrum

Dass die Kirche in Kaan-Marienborn künftig das lebendige Zentrum des Gemeindelebens bildet, dafür soll auch ein aufwendiger Umbau sorgen, der zurzeit in Planung ist. Ziel der Arbeiten: Das Gotteshaus flexibler nutzbar zu machen und somit stärker für die Bürgerinnen und Bürger zu öffnen. Variable Trennwände sollen dafür sorgen, dass verschiedene Bereiche im Kirchraum künftig für unterschiedliche Zwecke genutzt werden können. Dadurch entsteht auch ein jederzeit zugänglicher Raum der Stille. Stühle anstelle von Kirchbänken ermöglichen ebenfalls mehr Flexibilität. Daneben soll die Kirche durch die Modernisierung der Heizungsanlage umweltfreundlicher und durch den Umbau der sanitären Einrichtungen barrierefreier werden.

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