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Liebe Freundinnen und Freunde von Gemeinsam unterwegs, liebe Geschwister,

 

dies wird möglicherweise der letzte Infobrief dieser Art sein. Warum?

Die Arbeit des synodalen Ausschusses für Gemeindeentwicklung unter der Marke  „Gemeinsam Unterwegs“ soll auf Vorschlag und Wunsch der Mitglieder in der bisherigen Form beendet werden. Auf die Anfrage, wer auf der kommenden Kreissynode am 16. September zur Wiederwahl zur Verfügung stünde, wurde deutlich, dass die große Mehrheit unseres Ausschusses aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht mehr kandidieren wird. 

Die Anliegen von „Gemeinsam Unterwegs“ bleiben natürlich weiterhin wichtig. Deshalb muss letztlich die Kreissynode selbst darüber beraten und entscheiden, in welcher Form und mit welchen anderen Personen die Arbeit des Synodalausschusses weitergehen könnte. Der Superintendent wird in seinem Synodenbericht vermutlich darauf eingehen. Zum Hintergrund dieser Entscheidung ist es sicher  hilfreich, über die Anfänge und den Werdegang von „Gemeinsam Unterwegs“ mehr zu wissen.

Gemeinsam unterwegs ist vor ca. 20 Jahren aus einem großen Projekt heraus entstanden und war all die Jahre über mehr als ein üblicher kreiskirchlicher Ausschuss. Wir haben uns immer auch als eine geistliche Weg- und Arbeitsgemeinschaft verstanden, in der neue Ideen für Kirche und Gemeinde aufgegriffen, diskutiert und weiter gegeben wurden.

Wir spüren nach diesem langen gemeinsamen Weg, dass es Zeit wird, die Arbeit in der gewohnten Form zu beenden. Wir wollen bewusst Platz schaffen für Neues, auch wenn noch nicht deutlich ist, wie das Neue denn aussehen könnte. Nötig wird dieses Loslassen aus unserer Sicht auch und gerade deshalb, weil sich unsere Kirche in einer krassen Umbruchsituation befindet.

Wir, die wir uns seit vielen Jahren in diesem Rahmen engagieren, sind alle mindestens Ü50 und mehr  und es ist uns in den letzten Jahren nicht gelungen, Jüngere nachhaltig in unseren Kreis zu locken (was wir gut nachvollziehen können – vor 20 Jahren waren wir auch um die 30 und hatten keinen Drang, uns in die damaligen alten Strukturen zu integrieren).

Es braucht nach unserem Verständnis neue und  jüngere Formen sowie neue Gesichter und Strukturen, um die Anliegen von Gemeindeentwicklung für heute und morgen zu denken und zu wagen. Eine digitale Generation der 20-30 jährigen zu erreichen, die völlig anders ticken mit anderen Denk- und Verhaltensmustern, ist eine enorme geistliche (!) Herausforderung.

Weil wir fest davon ausgehen, dass es wichtig ist, in guter Weise das Altgewohnte loszulassen, planen wir einen bewusst gestalteten Abschied dieser 20jährigen Phase. Auch, weil wir beim Loslassen unserem Auftrag treu bleiben wollen. In unseren Veranstaltungen haben wir, gerade zuletzt, immer wieder „gepredigt“, dass Loslassen in der Gemeinde kein Drama sein muss, sondern eine wichtige Aufgabe. Und oft eben auch Voraussetzung dafür ist, dass Neues wachsen kann.

Das übliche Programm für einen solchen Abschied (ein Gottesdienst, wo wir hinterher gemeinsam essen, alte Fotos anschauen und in Erinnerungen schwelgen) ist uns Corona-bedingt versagt.

Aber wir werden dennoch einen gestreamten Gottesdienst  am 8. November um 17 Uhr in der Johanneskirche am Rödgen miteinander feiern, an dem Sie eingeladen sind, persönlich oder digital teilzunehmen. Im Vertrauen auf Gottes Zukunft lassen wir dankbar das uns Geschenkte los.

Zum zweiten möchten wir  ein  Print-Magazin herausgeben. Hier sollen durchaus Erinnerungen ihren Platz finden in einem dokumentarischen Sinne und darüber, welchen Quellen uns inspiriert haben. Allerdings soll dieser Rückblick eher kurz gehalten sein. Wir sind jahrelang unterwegs gewesen, um „neue Ideen für die Gemeinde“ in unserem Kirchenkreis zu verbreiten. Deshalb haben wir für dieses Print-Magazin  etliche Menschen angefragt, uns Denkanstöße zu geben über ihre Sicht von Kirche.

Manches davon klingt durchaus provokativ (z.B.: „Ist das Kirche oder kann das weg?“). Letztlich aber wollen wir Hoffnungsspuren für die Zukunft unserer Kirche aufzeigen. Seien Sie also gespannt. Für Sie als unserer Zielgruppe von „Gemeinsam unterwegs“ - Presbyter*innen, Pfarrer*innen, Ehrenamtliche und andere Weggefährt*innen – ist dieses Magazin bestimmt.

Wir freuen uns, dass der von unserem Ausschuss eingebrachte Antrag zur Einrichtung eines Fonds für innovative missionarische und diakonische Projekte vor 2 Jahren eine große Mehrheit auf der Kreissynode gefunden hat.  Gerne haben wir an der Gestaltung der Vergaberichtlinien vorbereitend mitgewirkt. Auch im Auswahlgremium für die Verteilung der Mittel sind einige von uns weiter aktiv mit dabei. Über die mutigen und nachhaltigen Voten und Entscheidungen der Kreissynode freuen wir uns und hoffen, dass durch diese Mittel neue kreative Impulse für unsere Kirche freigesetzt werden. Gute Beratung und viel Gebet ist dazu weiterhin nötig.

Gerne weise ich Sie noch hin auf eine ganze Reihe von  interessanten Veranstaltungen, die im Rahmen der Ev. Erwachsenenbildung angeboten werden: Wenn Sie diesen LINK anklicken, gelangen Sie zur entsprechenden Übersicht. Diese Veranstaltungen sind ganz im Geist und Sinn von Gemeinsam Unterwegs. Heike Dreisbach, die Verantwortliche für die Erwachsenenbildung im Kirchenkreis, ist seit vielen Jahren zugleich planend, gestaltend und geschäftsführend für Gemeinsam Unterwegs tätig. Alle Veranstaltungen in diesen Jahren trugen ihre besondere geistliche und praktische Handschrift An dieser Stelle gilt ihr unser ausdrücklicher Dank!

Ich grüße Sie herzlich auch im Namen von Pfr. Michael Junk und Heike Dreisbach mit dem Monatsspruch September:

Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnte. (2. Kor 5,19)

 

Ihr

Christoph Siekermann, Pfarrer i.R.

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   

   





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