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Von der Hoffnung wider den Augenschein. Eine Einführung in das Johannesevangelium am 15.07.2021, Zoom


Kurzbeschreibung
TitelVon der Hoffnung wider den Augenschein. Eine Einführung in das Johannesevangelium
Art/KategorieVortrag
Ort- und Zeitangabe
Datum15.07.2021
Beginn18:00 Uhr
Ende19:30 Uhr
OrtZoom
LocationOnline
Einzelheiten

Eine Begleitveranstaltung zum Predigtsommer 2021 in der Martinikirche Siegen

mit Prof. Dr. Hans Ulrich Weidemann, Universität Siegen

Wer das Johannesevangelium mit den drei synoptischen Evangelien vergleicht, stößt auf wesentliche Unterschiede.

Neben diversen Details, etwa was die Datierung des Kreuzigungstages betrifft, fallen vor allem literarische Unterschiede auf.

Nicht nur der berühmte Prolog, auch der doppelte Schluss setzt außergewöhnliche Akzente. Das Johannesevangelium enthält umfangreiche Reden Jesu, die thematischen Reflexionen gleichen. Seine Taten werden dabei entweder als Anlass für diese Reden geschildert oder sie sind Bestandteil größer angelegter Szenen.

Relativ bekannt sind außerdem die sogenannten „Ich-bin-Worte“ Jesu, die ihn beispielsweise als den gute Hirten oder den wahren Weinstock vorstellen.

Neben diesen eindrucksvollen Formulierungen fallen jedoch auch krasse antijudaistische Passagen auf. Ihre Wirkungsgeschichte muss als fatal bezeichnet werden. Über Jahrhunderte hinweg, teilweise bis heute, schienen sie der christlichen Theologie unwiderlegbarer Beweis zu sein für die sogenannte Subsitutionslehre. Demnach soll  Gott angeblich seinen Bund mit dem jüdischen Volk aufgekündigt haben, weil dieses Jesus nicht als Messias anerkannt habe. Stattdessen habe Gott die Kirche erwählt als sein neues Gottesvolk, das damit an die Stelle Israels trete.

Eine solche Theologie hat, dies müssen wir in der Rückschau mit Bestürzung und beschämt erkennen, den Boden bereitet für unzählige Pogrome und letztlich auch für die millionenfache systematische Vernichtung jüdischer Menschen. Wie also könnte es zu diesen extremen antijudaistischen Passagen des Johannesevangeliums gekommen sein?

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden wir nach einer allgemeinen Einführung in das Johannesevangelium insbesondere dieser Frage nachgehen. Es soll versucht werden, aufzuzeigen, in welch spannungsvoller Lage dieses berühmte Evangelium entstanden ist und was sich daraus ergibt für unsere Lektüre und Auslegung heute.

Der Referent, Professor Dr. Hans-Ulrich Weidemann ist seit 2008 Professor für Neues Testament am Seminar für Katholische Theologie der Universität Siegen, seit 2016 mit einer Teildenomination für Historische Masculinity-Studies. Außerdem ist er seit 2007 als Dozent am Bischöflichen Studium Rudolphinum Regensburg tätig. Eins seiner Forschungsfelder ist die Rezeptionsgeschichte des Johannesevangeliums in der Alten Kirche.



 

Die Teilnahme ist kostenfrei.


 


 

Veranstalter und Veranstaltungsadresse
Info Erwachsenenbildung und Studierendengemeinde

Ansprechpartner: Heike Dreisbach
Telefon: 0271 - 5004 275 oder 02739 - 8987839
E-Mail: heike.dreisbach@kirchenkreis-siegen.de


Location Online

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