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Grußwort der Superintendentin Annette Kurschus
Einen „Kreiskirchentag“ wollen wir feiern: Mit Gottesdienst und Gebet, mit Musik und Theater, mit Gesprächsforen zu aktuellen Themen unserer Gesellschaft. Wir wollen gemeinsam Kirche sein und bleiben: Als „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“; herausgerufen und beflügelt vom Geist Gottes; geprägt durch die Traditionen unserer Mütter und Väter im Glauben; unablässig auf der Suche nach neuen Wegen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Nicht abstrakt und im Allgemeinen. Sondern sehr konkret: Hier vor Ort, im Kirchenkreis Siegen. Da, wo wir täglich leben und arbeiten.
Kirche sein und bleiben: Das war schon immer ein Geschehen „trotz alledem“. Nie hat es sich selbstverständlich aus den gegenwärtigen Umständen ergeben; nie war es ein angestrengtes Tun besonders gläubiger und engagierter Menschen; nie war es ein leichtes und bequemes Mitlaufen mit der Mehrheit. Kirche sein und bleiben: Das ist ein ganz und gar göttliches Werk, den „Machern“ entzogen, im Innersten unerklärlich und geschenkt – und doch von Menschen je und je verantwortlich zu leben und klar erkennbar zu gestalten.
Das Wort Gottes, aus dem alles Leben hervorging und das die Kirche bis heute am Leben erhält, ist ein Wort „trotz alledem“: Schöpferisch und verheißungsvoll, kräftig und scharf, liebend und parteiisch für die Leisen und Schwachen und Kleinen und Ausgegrenzten. Das Leben und Wirken Jesu, nach dem wir uns Christen nennen und in dessen Nachfolge wir als Kirche unterwegs sind, ist ein Leben und Wirken „trotz alledem“: Wider all das, was immer schon so war, was scheinbar zwangsläufig so sein muss und ganz gewiss so kommen wird; wider all das, was man so sagt und denkt und für möglich oder unmöglich hält; sämtliche Urteile lügen strafend, die ich über andere und mich selbst verinnerlicht habe; wider alles, was aussichtslos und ohne jede Hoffnung erscheint. Der Reformator Johannes Calvin, einer der „Gründungsväter“ unserer reformierten Tradition, hat das „Trotz alledem“ der biblischen Botschaft in seiner Theologie konsequent weitergeführt und wegweisende Folgerungen für Kirche und Gesellschaft (nicht nur) seiner Zeit daraus entwickelt.
Unser Kreiskirchentag wird eine Gelegenheit sein, dem auf bunte, lebensfrohe und hier und da auch ungewöhnliche Weise nachzuspüren. Voller Hoffnung für die Zukunft der Welt und der Kirche von heute.
Annette Kurschus, Superintendentin

Grußwort der Evangelischen Landeskirche von Westfalen
Den vielen, die im Kirchenkreis Siegen in der evangelischen Kirche aktiv sind, wird es wohl tun, miteinander auf Gottes Wort zu hören und miteinander von Gott zu reden. Andere, die – noch – nicht aktiv sind, werden spüren, dass der gemeinsame Glaube Menschen stärkt auf für ihren Alltag.
„Trotz alledem“...
Ein trotziges Motto haben Sie für Ihren Kreiskirchentag gewählt. Wer den 73. Psalm liest, hört bei dem Motto die vielen Herausforderungen mit, denen Christen in der Welt begegnen. Er hört mit, wie sehr manches in Frage gestellt wird. Und gleichzeitig hört er klar und deutlich das Bekenntnis: „Wir bleiben stets an Gott.“
Sie feiern Ihren Kreiskirchentag im Calvin-Jubiläumsjahr. Auch Calvin war ein „trotziger“ Bekenner. Ausstellung und Theaterstück lassen seine Anregungen für uns wieder aktuell werden. Sie feiern Ihren Kreiskirchentag auch im Barmen-Jubiläumsjahr. Die Bekenntnissynode in Barmen hat 1934 auf ihre Weise „trotzig“ Stellung bezogen gegen einen Absolutheitsanspruch anderer Mächte und Gewalten; sie hat sich trotz alledem und auch gerade wegen der damaligen Infragestellungen durch machtpolitische Maßnehmen zu Gott bekannt, zu dem Grund unserer Hoffnung. Er bleibt. Trotz alledem!
Der Kreiskirchentag wird hoffentlich ein Beitrag dazu sein, dass Menschen mutig und hoffnungsvoll bei ihrem Bekenntnis bleiben und dass sie fröhlich in ihre Gemeinden und in ihren Alltag zurückkehren.
Ihrem Fest wünsche ich Gottes reichen Segen.
Alfred Buß Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen

Grußwort des Kreises Siegen-Wittgenstein
Liebe Besucherinnen und Besucher des Kreiskirchentages 2009
„Trotz alledem...“ ist der Kreiskirchentag 2009 überschrieben und steht damit für eine Geisteshaltung, die es uns Menschen ermöglicht, in einer unvollkommenen Welt mit vielen Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten dennoch optimistisch und anpackend in die Zukunft zu blicken. Selten läuft das Leben so gradlinig, wie wir uns das wünschen. Immer wieder werden unsere Pläne durchkreuzt, gibt es Rückschläge. Das kennt jeder Einzelne aus seinem Privat- und auch aus dem beruflichen Leben. Auch ich als Politiker stehe immer wieder vor der Herausforderung, Schwierigkeiten und Widerstände überwinden zu müssen, um am Ende Partner für gemeinsame Projekte zu gewinnen und zu begeistern, die der positiven Entwicklung und dem Wohl der Menschen in Siegen-Wittgenstein dienen. „Trotz alledem... „ heißt, das Ziel nicht aus dem Auge zu verlieren, sich nicht vom rechten Weg abbringen zu lassen, auch wenn der Wind rau von vorne ins Gesicht bläst. Die Motivation für dieses „Trotz alledem“ finden Christen in dem Wissen, in allen Lebenslagen von Gott getragen zu sein. Der evangelische Kirchenkreis und die Gemeinden im Siegerland gehören zu den prägenden und tragenden Säulen im öffentlichen Leben des Kreises Siegen-Wittgenstein. Der Kreiskirchentag spiegelt das vielfältige Leben in den Gemeinden wider. Er ist zugleich ein Fest des Glaubens. Viele Kirchengemeinden werden Projekte vorstellen, es gibt einen Gottesdienst, zwölf Veranstaltungen unter dem Motto „Reden von Gott und der Welt“, Konzerte, eine Ausstellung und ein Theaterstück zum Leben und Wirken des Reformators Calvin. Ich bedanke mich bei allen, die seit vielen Wochen an der Vorbereitung des Kreiskirchentages mitgewirkt haben und zum Gelingen beitragen. Allen Besuchern wünsche ich heitere und zugleich besinnliche Stunden.
Paul Breuer Landrat

Grußwort des Kreises Olpe
Der evangelische Kirchenkreis Siegen, zu dem auch die Kirchengemeinde Olpe mit den Bezirken Olpe, Drolshagen und Wenden gehört, veranstaltet in diesem Jahr einen eigenen Kreiskirchentag. Die evangelischen Christen der Region wollen am 20. Juni mit vielen Gästen rund um das Untere Schloss in Siegen einen Tag des Glaubens feiern.
Dabei lernen sich Gemeindeglieder aus dem gesamten Kirchenkreis kennen und erleben bei Gottes-diensten und verschiedenen Veranstaltungen die Gemeinschaft in der Vielfalt. Anlässlich eines sol-chen Tages tut es gut, mit vielen Gläubigen zu beten, sich über Gott und die Welt auszutauschen und sich gegenseitig zu stärken.
Ein solcher Kirchentag bietet zudem die Möglichkeit, die eigenen Kirchen und Gemeindehäuser zu verlassen, um während eines ganzen Tages in der Stadt präsent zu sein und Flagge zu zeigen. Dank dieses Hinausgehens in die Welt fällt es leichter, mit Christen anderer Konfessionen und Angehörigen anderer Religionen ins Gespräch zu kommen und sogar der Kirche Fernstehende zu erreichen. Dieser Tag ist eine Chance, Mitmenschen für Glauben und Kirche zu interessieren und zu begeistern.
So wünsche ich dem Kreiskirchentag einen guten Verlauf und regen Zuspruch sowie den Teilnehme-rinnen und Teilnehmern viel Freude, gute Gemeinschaft, anregende Gespräche und ein frohes Mit-einander. Der Geist Gottes begleite diesen Tag mit Seinem Segen.
Frank Beckehoff Landrat des Kreises Olpe

Grußwort der Stadt Siegen
Am 20. Juni findet in Siegen, im Herzen der Region, der Kreiskirchentag 2009 statt. Dies freut mich außerordentlich und ich lade Sie alle herzlich zu dieser herausragenden Veranstaltung ein!
Von zehn Uhr bis Mitternacht gibt es auf und rund um den Schlossplatz ein buntes und abwechslungsreiches Programm. 30 Kirchengemeinden und ihre Mitglieder werden gemeinsam feiern, ihre Arbeit und Projekte vorstellen und das Motto des diesjährigen Kreiskirchentages vielseitig erfahrbar machen.
„Trotz alledem...“, unter dieser Überschrift wird es Konzerte, Theateraufführungen, ei-nen Gottesdienst, Bibelarbeiten, Gesprächsforen, Workshops und vieles mehr geben. Das Motto orientiert sich dabei vor allem an dem „Dennoch“ aus Psalm 73 und zeigt darüber hinaus etwas von der Widerspenstigkeit des Reformators Calvin, der in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag gefeiert hätte.
Doch dieses Motto ist alles andere als antiquiert. Gerade in der jetzigen Zeit lässt es auch zahlreiche eigene gedankliche Fortsetzungen zu. „Trotz alledem...“, trotz Wirt-schaftskrise, trotz weltweiter Gewalt, trotz eigenen Leids... Gerade darin liegt für mich eine großartige Chance des Kreiskirchentages. Lassen Sie sich inspirieren und finden Sie eine Antwort auf Ihr eigenes „Dennoch“!
Ich wünsche dem Kreiskirchentag 2009 in diesem Sinne viel Erfolg und viele neugierige Besucher! Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen und verbleibe bis dahin
mit herzlichen Grüßen, Ihr Steffen Mues Bürgermeister
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