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Nachgelesen - Nachgehört:

DYNAMISSIO - Der missionarsche Gemeindekongress 2017

 

Nicht nur Lesestoff, sondern auch spannende und weiterführende Vortragsmitschnitte vom Dynamissio-Kongress 2017 in Berlin gibt es hier:

 

 

 


 

Kritische Anmerkungen zur Arbeitshilfe Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen

von Prof. Dr. Henning Wrogemann und

Dr. Claudia Währisch-Oblau

Die "Arbeitshilfe Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen" (2016) der Ev. Kirche im Rheinland hat für ordentlich Diskussionsstoff gesorgt, auch bei uns von "Gemeinsam unterwegs".

Erfreut nehmen wir zur Kenntnis, dass Prof. Dr. Henning Wrogemann (Inhaber des Lehrstuhls für Missions- und Religionswissenschaft und Ökumenik der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel) und Dr. Claudia Währisch-Oblau (Leiterin der Abteilung Evangelisation der Vereinten Evangelischen Mission) nunmehr einige kritische Anmerkungen zu diesem Papier gemacht haben. Nachzulesen sind die Thesen der beiden hier (bitte anklicken).

 

 


 

 

Mit Muslimen über den Glauben reden

Praktische Erfahrungen aus der Ev. Ref. Kirchengemeinde Burbach

 

Eine Zusammenfassung von Pfr. Jochen Wahl, Ev. Ref. Kirchengemeinde Burbach, zur Ergebnissicherung der Gemeinsam-unterwegs Veranstaltung "Türen und Herzen öffnen: Wie wir als Gemeinde Flüchtlinge und Asylbewerber willkommen heißen und begleiten können" (2. Februar 2015)

Ich möchte hier jetzt keine große Theologie entwerfen, auch nicht über Evangelisation reden. Nur von den Erfahrungen sprechen, die wir in der Notunterkunft in Burbach gemacht haben und den Begegnungen in diesem Zusammenhang.

 

Bei folgenden Veranstaltungen haben wir miteinander Kontakt: Sonntagskommen Moslems zu unseren Gottesdiensten in die ev. Kirche. Jeden Mittwoch zu unseren Andachten in der Kaserne, auch bei der Allianzgebetswoche waren Moslems mit dabei. Gerne nehmen sie auch Bibeln in ihrer Heimatsprache.

 

 

In unseren Gottesdiensten und Andachten sind oft Muslime Besucher und/oder unsere Übersetzer (diese Aufgabe wird von ihnen gut und gerne übernommen). Dabei verschweigen wir nicht, dass unserer Auffassung nach Jesus Christus der einzige Weg zu Gott ist. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine klare Stellungnahme kein Problem ist, nein, eher umgekehrt, dass eine unklare Position Unverständnis hervorruft. Die Menschen denen wir begegnen haben kein Problem über Gott zu sprechen, kein Problem auch ihre Situation mit Gott in Verbindung zu bringen. Ist das eher das Problem von uns Deutschen?

 

 

Bei der Allianzgebetswoche haben wir gelernt, dass das gemeinsam Gebet verbindet. Wir haben eingeladen mit den Worten: „Wir beten hier auch für Eure Familien und Freunde in Euren Heimatländern“. 13 Moslems ließen sich einladen und sind auch von Mittwoch bis Sonntag gekommen. Inzwischen sind sie nicht mehr in der Kaserne.

 

 

In den gemeinsamen Gesprächen ist Grundlage, dass wir alle den gleichen Stammvater Abraham haben und dass Jesus auch bei den Moslems verehrt wird. Ein Gespräch über den Heiligen Geist ist schwierig. Kenntnisse des Koran sind hilfreich, Bibelkenntnisse setze ich nicht voraus.

 

 

Pfr. Jochen Wahl, Burbach, den 2. März 2015